Vorbereitung Flugbetrieb
· Nicht mehr notwendig! Anmeldung des Flugbetriebs in Vennebeck 05731 6767 (durch den Startleiter)
· Zaun öffnen / Rampenbügel wegklappen (durch den Startleiter)
· bei Bedarf Rampe raus ziehen (durch den Startleiter)
· Eintragung in Flugbuch / zahlen der Gastfluggebühr mit PayPal (kein Bargeld)
· Aufbau der Fluggeräte auf der Ziegenwiese
Start HG
· Probeliegen vor der Rampe
· Handling auf der Rampe mit Starthelfer
· Starthelfer hinzu bitten
· Gefahren bei Seitenwind beachten
Start Gleitschirm
· Max. 30 Fluggeräte im Gleitwinkelbereich, Vorrang für HG, Startleiter kann Start unterbinden
· Startfläche - Auslegen auf der schrägen Fläche vor der Terrasse
· Rotoren am Start beachten - horizontal zusätzlich vertikal bei Seitenwind
· Aufziehen -> Energie rausnehmen sobald der Wind greift! Klippenstart!
· Abbruchlinie vorher festlegen
· Hindernisse rechts Rampe, links Windsack
· Abflug nach rechts, wenn HG in der Luft
Flug
· Vorrangregelung und Rücksichtnahme auf HG im "Aquarium", kein "Abdrängen" der HGs aus dem Aufwindbereich,
· Luftraum Bückeburg
· Anflugbereich Flugplatz Vennebeck Rwy 23, am Denkmahl Richtung SW min 600m
· Mischbetrieb mit PG, HG und Segelflug / Flugplatz
· Kreuzen des Starts auf Startplatzhöhe vermeiden
· Bermudadreieck Richtung Wilder Schmied / Dehme
· Düseneffekte am Denkmal
· Thermikquellen 150m westlich, 300m östlich
Landung
· Landevolte HG beachten (siehe Webseite /Flugbetrieb/Landevolte)
· Landevolte PG (siehe Webseite /Flugbetrieb/Landevolte)
· UL-Betrieb beachten und Landeplatz zügig räumen
· UL fliegt meist 2 Mal an. Seilabwurf, Platzrunde, Landeanflug
· Überschneidungen der Anflüge HG/PG/UL unbedingt vermeiden!
· im Anflug ggf. vorrausschauend vertikalen Abstand zu anderen aufbauen / halten
· Abstand B61 einhalten
· PG am westlichen Ende der Landewiese landen und den Platz zügig freimachen
· Abbau der Geräte (HG & PG) auf dem Betonplatz oder in einem max 5m breiten Streifen der Wiese am Betonplatz.
· Keine Aufziehübungen auf dem Landeplatz bei HG-Flugbetrieb
- Details
Startgelände: 52° 14′ 25″ N – 08° 53′ 20 E
Startplatz Wittekindsburg
Höhe über NN: 245m (804 ft)
Startrampe / Bergstart : 210°, Höhendifferenz 192 Meter,
fliegbarer Sektor Drachen: 170° – 240°, > 18km/h
fliegbarer Sektor Gleitschirm: 170° - 240°, < 20km/h
- Details
Ist der HG-Fußstart an der Wittekindsburg (Südwind 170-240 Grad) nicht möglich, gibt es bei gutem Wetter (außer bei Wind aus nördlichen Richtungen) die Möglichkeit des UL-Schlepps. Mit einem motorisierter Drachen, einem sogenannten Ultra-Leicht-Flugzeug (UL), werden die Drachenflieger vom DCW Landeplatz in die Luft geschleppt. Für den UL-Schlepp stehen die ausgebildeten Schlepppiloten: Andreas, Erwin, und Gerd zur Verfügung.
- Am Schleppbetrieb interessierte Piloten sollten sich unter Flugbetrieb / UL-Schlepp anmelden.
- Der Schlepppilot oder der organisierende Pilot müssen den Termin für den geplanten Schleppbetrieb einen Event im Kalender mit Angabe der Startzeit anlegen.
- Piloten die geschleppt werden wollen, müssen sich unter dem entsprechenden Event mit Angabe der Ankunftzeit anmelden. Nicht angemeldete Piloten können in der Planung des Schlepppiloten nicht berücksichtigt werden. Bei ausbleibenden Anmeldungen wird der Schlepppilot nicht erscheinen bzw. den Schleppbetrieb nach dem Schlepp des letzten anwesenden Piloten beenden.Für die Organisation des Schleppbetriebes ist Sven Stieghorst zuständig: Tel. 05731/8973 oder
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. . In der Woche nach telefonischer Absprache mit Ulrich Hoffmann, Tel. 0179/2376730.
Für UL-Schlepp fallen die folgende Gebühren an:
Tagesmitgliedschaft Hängegleiterschlepp 26,-€ (beinhaltet einen Schlepp bis 400 Höhenmeter)
zusätzliche Schlepphöhe: 4,00 € / 100 m
Weitere Schlepps: 4,00 € / 100 m
Beispiel: 2 Schlepps (600 + 300 m) = 26,- + 2 x 4,- + 3 x 4,- = 46,- €
Tagesmitgliedschaft Tandemschlepp 30,- € (beinhaltet einen Schlepp bis 400 Höhenmeter)
zusätzliche Schlepphöhe: 5,00 € / 100 m
Weitere Schlepps: 5,00 € / 100 m
Beispiel: 2 Schlepps (800 + 800 m) = 30,- + 4 x 5,- + 8 x 5,- = 90,- €
Sollbruchstelle 5,00 €
Verlust des Schleppseiles 65,00 €
- Details
Hangflug am Wiehengebirge, Startplatz Porta Westfalica
Starthöhe: 230m NN Landeplatz 40m NN, Startrichtung ca 200°
Mindestbedingungen fürs Obenbleiben (flexible Hängegleiter)
Ca. 18km/h Wind auf Kammhöhe, wenn die Richtung gut passt. Bei labiler Luft können schon 15km/h reichen, während bei sehr stabiler Schichtung 20km/h bereits knapp sein können. Bei schwachen Bedingungen kommt man zunächst am besten im Bereich der Rampe hoch: hier ist der Hang leicht hufeisenförmig und etwas niedriger, d.h. der Wind wird etwas kanalisiert und weniger durch die Kompression vorm Hang verlangsamt. Gute Piloten nutzen lokale Heber, um möglichst ohne Höhenverlust die Richtung zu wechseln. Nach dem ersten Höhengewinn wechselt man zum höchsten Bereich am Moltke-Turm.
Wenn der Wind schräg von der Seite kommt, benötigen wir hierfür entsprechende Zuschläge. Bei 240° ist die Grenze des Fliegbaren erreicht, wir benötigen dann schon gut 30km/h.
Bei östlichem Einschlag geht es bis etwa 170°. Dann gehen wir nach dem Start nur sehr kurz Richtung Osten an den Hang, um dann schnell zu wenden und etwas westlich der Rampe Höhe zu machen, wo
der Hang günstiger ausgerichtet ist. Ab ca. 50m Startüberhöhung kann man dann Richtung Porta-Einschnitt fliegen, wo das Hangende mehr nach Osten ausgerichtet ist. Dazwischen zeigt der Hang stärker nach Westen, hier trägt es bei 170° nur schwach und es wird turbulent.
Mit Startart UL-Schlepp geht noch etwas mehr Abweichung, weil sich das Hangende dann direkt anfliegen lässt.
Thermikeinstieg
Ganz ohne Wind ist der Thermikeinstieg äußerst schwierig, da der Bereich des Landeplatzes nicht besonders thermisch ist. Ab 10km/h Wind wird die Warmluft dagegen an den Hang herangeschoben und
bei entsprechender Thermikgüte bleiben versierte Piloten meist oben, wenn sie die nötige Geduld auf der Rampe aufbringen.
Maximalbedingungen (flexible Hängegleiter)
Für die maximale Windstärke gibt es keine allgemeingültige Regel. Die meisten erfahrenen Piloten ziehen spätestens bei 40km/h Wind in 500m Höhe die Grenze, bei starker Thermik früher. Entscheidend ist auch der Wind in größeren Höhen: Bei einem Höhenwind von 70km/h in 1500m gehe ich nicht fliegen. Der Start wird mit zunehmender Windstärke anspruchsvoll: Durch die ungleichförmige li/re Anströmung auf der Rampe wird der rechte Flügel kräftig angehoben. Der Starthelfer muss dann an der rechten Unterverspannung stark nach unten und auch nach hinten ziehen, damit der Drachen waagerecht ausgerichtet bleibt. Mit abnehmendem Anstellwinkel verringert sich der Effekt stark. Meine eigene Starttechnik (Aeros Combat): Beidseitig Starthelfer. Den rechte weiß, dass er den Drachen auf jeden Fall „eisern“ gerade hält und nach dem Anheben regelmäßig „Druck“ oder „frei“ ruft. Beim Anheben mache ich vollen Gebrauch von seinem Krafteinsatz. Dann nehme ich die Nase immer weiter nach unten, bis das „frei“ kommt. Wenn gleichzeitig der Startbereich gleichmäßig angeströmt ist, starte ich ohne Zögern.Sollte ich den Drachen nicht ausbalanciert bekommen, lasse ich die Nase etwas nach rechts ausrichten und stelle mich auf dem Rampentisch nach links, um geringfügig schräg anlaufen zu können.Unerfahrene Starthelfer lassen den angehobenen Drachen immer wieder los und der Pilot probiert, ihn gerade zu halten. Das endet meist mit einem rechts kräftig hochstehenden Flügel, der dann mühsam zurückgeangelt wird. Startet der Pilot in dieser Schieflage, ist der Fehlstart nur noch schwer zu verhindern.
Übrigens: bei Koordinationsschwierigkeiten mit gerade ausgerichtetem Flügel und Start bei „Druck“ haben wir viele geradlinige Starts gesehen (der Starthelfer hat immer beim Loslaufen sofort losgelassen). Die einseitige Anströmung ist anscheinend sehr kurz nach dem Loslaufen vorbei. Landung: am Landeplatz ist der Wind durch den Staueffekt gemindert, das Vorgelände ist
unkritisch.
Wettervorhersage
Auf einen Blick: Meteomedia.de, Station Porta Westfalica, 4-Tage-Vorhersage (leider nicht mehr verfügbar). Der Hang trägt ab Bodenwindvorhersage 8-10km/h bei passender Richtung, bei 15 Grundwind wird der Wind oben grenzwertig. Bei Windy.com können Bodenwind, Böen am Boden und Höhenwind gut abgerufen werden. Sobald dort etwas orange-gelb erscheint ist Vorsicht geboten. In den letzten Jahren ist es immer wichtiger geworden, speziell im Frühjahr und Sommer den Temperaturgradienten im Temp zu beachten (gibt es ebenfalls bei Windy). Durch lange Trockenphasen kommt es immer wieder zu Überadiabaten, die unerfahrene Piloten aber auch Profis schnell überfordern können.
Alle Angaben sind nur als Erfahrungsbericht zu werten und ohne jede Gewähr.
Für eure Wettervorbereitung seid ihr selber verantwortlich und es lohnt sich bei aller Guckerei auf den Bildschirm auch, die Berechnungen mit der Wirklichkeit zu vergleichen.
Die Windräder bei Veltheim und bei Herford rotieren in passender Höhe und zeigen die Windrichtung gut an.
Unsere Windmessanlage liefert zusätzliche Orientierung, besonders auch für die maximale Böeigkeit.
Der Windsack am Startplatz zeigt durch die Schneisen-Kanalisierung bei seitlichem Wind oft falsch an, zappelt dabei aber gerne.
Zusätzliche Tipps:
Durch die nächtliche Inversion stehen die Windräder an guten Porta-Tagen z.B. um 9:00 morgens oft noch etwas zu östlich, was sich mit zunehmender Aufheizung dann aber schnell ändert.
An thermischen Tagen gibt es am späten Nachmittag oft das Porta-Wunder: Die Thermik löst sich nicht mehr im Vorgelände ab, sondern sie vereinigt sich auf eine stetige Weise mit dem Hangaufwind, verstärkt durch die gespeicherte Wärme des Laubwalds. Der Hang trägt dann schon bei schwachem Wind unglaublich gut und erlaubt z.B. Flüge nach Bergkirchen, für die sonst viel mehr Wind nötig wäre – ein ganz besonderer Genuss! Wünsche euch immer gute Starts, Flüge und Landungen!
27.5.2019 DCW / Bernd Otterpohl /edit 11.11.2025 Detlef Kirchhoff
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